Du hast ein Armband um meine Seele geschnürt, es drückt sie zusammen, lässt sie bluten, verwittern und sterben, doch trotzdem laufe ich dir nach. Gedankenlos durch die Dunkelheit taumelnd folge ich deinem geraden Weg so gut ich kann. Alles ist Licht und du bist der Schatten, der Kern der Dinge, der alles in sich vereint.

Ich folge dir durch alle Welten und durch alle Leben. Unser Ende wird dasselbe sein.

Ich werde warten, bis das Sein aus mir hervorbricht und bis dahin die Stapel der Dinge sortieren, die ich noch zu erledigen habe. Ich werde warten, bis ein Stück Leben in mich eindringt und ein bisschen von der Realität vertreibt, die sich dort eingenistet hat. Ich werde warten, bis die langen Sommertage aus meinen Gedanken verschwunden sind und sich die heiße Beweglichkeit der Zellen wieder angenehmen Frost weicht, der alles verstummen lässt.
Die Unschuld ist mir heilig, die Sünde ist mein Traum.
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