Wo Dunkelheit so dicht ist, dass sie durch Wände kriechen kann, führen sie ein Leben, in dem sie Schatten einengen. Das einzig wahre Licht kalt, das einzig warme Licht künstlich. Sie suchen ein Schlupfloch zum Gleichgewicht hin. Sie fangen das Chaos ein und zurück bleibt Leere. Und er ist schon zu lange Teil dieses Zyklus‘, als dass er sich gegen die Eintönigkeit dieses Daseins noch wehren könnte. Es fühlt sich nicht an, als würde das Herz in seiner Brust noch schlagen, als wäre da noch Blut in seinen Adern. Da ist kein Blut in seinen Adern, nur Luft und ein paar Strahlen vielleicht.

 

Auszug aus dem soeben beendeten Kapitel 19 von „Kernstaub“
Seite 108 – Glen

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