Zurückgeblieben am Boden der Tatsachen, gibt es nichts, das unsere Herzen noch hält. Da ist es wieder, dieses Ziehen in meinem Herzen, der stechende Schmerz, die Unruhe, die Unzufriedenheit, obwohl es nichts gibt, das meinen Frieden stört. Stören sollte. Aber manchmal fehlt etwas. Manchmal fehlt etwas, so sehr, dass man nicht schlafen kann, ohne nachzudenken, nicht wachen, ohne Sehnsucht im Herzen, nicht wissend, wonach.
Das Leben führt uns an so viele Orte. Wohin werde ich kommen? Was werde ich tun? Manchmal denke ich, dass es mir egal ist. Weil ich lebe und das tun kann, was ich möchte, weil das alles ist was zählt. Doch in düsteren Stunden starre ich an meine weiße Wand und frage mich, wohin ich gehöre. Woher komme ich und wohin gehe ich? Woher komme ich und wohin gehe ich.
Wir sind gefangen in einem Zyklus, der sich Normalität nennt. Und ob wir Filmstars oder Verkäufer sind, ob wir den ganzen Tag fernsehen oder Sport treiben, am Ende sterben wir alle und ich bin nicht sicher, ob das Leben ein Wunder sein kann, wenn man in unserer Gesellschaft lebt.
Das Universum ist Chaos und unsere Existenz ist ein wundervoller Zufall, denke ich. Warum gibt es Egoismus, in einem Leben, das so viel schöner wäre, wenn alle teilen würden, wenn jeder jedem helfen könnte? So sitzen wir nur auf unseren Zimmern und schauen Politikern zu, wie sie Versprechen geben und brechen, sich großartig fühlen, wenn sie Geld an andere Länder spenden, dabei verhungern überall auf der Welt Tag für Tag Menschen. Vielleicht wollen wir nichts dagegen tun. Wir wollen nicht verzichten, kollektiv nicht. Und manchmal denke ich, dass wir keine schlechten Menschen sind, nur weil wir nicht teilen. Wir sind schlechte Menschen, weil wir es nicht tun und trotzdem behaupten, wir täten es, wenn wir es könnten. Vielleicht ist es das, was mich manchmal nicht schlafen lässt. Der Gedanke, dass alles so viel besser wäre, wenn wir besser wären.
7 Kommentare
  1. Tenzi
    Tenzi sagte:

    Eines der schönstes Layouts, die du bis jetzt gesehen hast? Daaaankkkkkeee :)
    Das freut mich sehr. Da hat sich meine Mühe gelohnt :)

    Liebste Grüße, Tenzi

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  2. Solander
    Solander sagte:

    Die Welt ist nicht Schwarz, nicht Weiß. Kein Bunt, auch wenn die Menschen es uns immer einreden wollen. Farbig sei die Welt, Blau, Rot, Gelb; man müsse nur drauf achten. Sie ist Grau, gefärbt von so vielen Künstlern, von denen einige hell, andere dunkel malen. Die Farbtöne kommen nur nicht zur geltung.

    Alles ist ein Chaos, eine kleine Ungenauigkeit in einer gewaltigen Dimension. Unbedeutend stehe ich dazwischen, werde nur hin und her geworfen, zerissen und geteilt. Und dann entdecke ich in diesem Chaos einen Sinn, nur umsetzen kann ichs nicht…

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  3. mademoiselle.
    mademoiselle. sagte:

    Dankeschön. :)
    Ach, für sowas brauchst du dich doch nicht zu entschuldigen. (:
    Mal abgesehen davon, hab ich bei dir auch schon lange nicht mehr kommentiert.

    Liebe Grüße, Noelle ♥

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  4. katrina.
    katrina. sagte:

    „Der Gedanke, dass alles so viel besser wäre, wenn wir besser wären.“

    – natürlich hast du recht. Mit jedem deiner Worte, aber wo fängt besser an? Wo hört „gleichbleibend“ auf? (:

    Liebste Grüße,
    Laura :3

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  5. PLUTONIUM
    PLUTONIUM sagte:

    Danke, freut mich, dass du den Splitter gelesen hast und zustimmen kannst. Ja, die Fragen, die du stellst, sind sehr richtig. Am Ende wird es nie eine perfekte Welt geben. Zumindest so lange nicht, wie es Menschen gibt, denke ich. Ein Thema, über das man sich ewig den Kopf zerbrechen könnte, ohne jemals zu einer Antwort zu kommen.

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