Taubheit hat unsere Sinne ergriffen, wenn wir davon sprechen, leben zu müssen und nicht nur existieren zu dürfen. Warum sprechen alle vom Leben müssen? Gezwungen zum Glücklichsein finden wir nur die großen Träume am Himmel, sehen den Glanz vor unseren Augen schon lange nicht mehr. Wir trinken das Leben bis wir fett und hässlich sind, bis all das Schlechte unsere Flügel stutzt, uns mit rostigen Ketten an den Boden fesselt, um uns das Messer der Wirklichkeit in den Rücken zu rammen.

(Kernstaub – Kapitel 44)
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